Nach einer abgeschlossenen Lehre als Damenschneiderin in Luzern (1970-1973)
zog ich nach Düsseldorf und besuchte dort die Modeschule im Schloss "Eller".
Die Ausbildung dauerte von 1974 bis 1977; nebenbei arbeitete ich in der Herrenschneiderei
an der Deutschen Oper in Düsseldorf. Dort sammelte ich Erfahrungen auch beim Färben von Stoffen.
Nach der Modeschule entwarf ich die ersten eigenen Kollektionen und verkaufte meine Kleider an
private Kundschaft.
Mit meinem Mann, Menachem Basman, wanderte ich 1979 nach Israel aus. In Tel Aviv führten wir
sieben Jahre lang gemeinsam ein Modeatelier. Neben dem Entwurf konstruierte ich Schnitte,
färbte Stoffe, nähte und verkaufte. Zusätzlich zur Damenmode kam eine Kollektion für Kinder
zustande. 1982 kam unsere Tochter Maya zur Welt. Mit ihr kehrten wir 1986 in die Schweiz zurück
und fingen in Zürich noch einmal ganz neu an. Seither fertigen wir zweimal im Jahr eine Kollektion
an, die wir an unsere privaten Kundinnen und Kunden verkaufen. Zwischendurch arbeitete ich während
zwei Jahren zusätzlich halbtags bei der Zentralbibliothek in Zürich.
1990 bekamen wir das zweite Kind, unseren Sohn Joel. Nach einer Mutterschaftspause arbeitete
ich zu 60 Prozent in einer Textilwerkstatt von Pro Didacta, wo Erwerbslose auf den Wiedereinstieg
ins Berufsleben vorbereitet wurden. 1998 wechselte ich in die Textilwerkstatt des Ergänzenden
Arbeitsmarkts EAM der Stadt Zürich; dort blieb ich zwei Jahre und konnte weitere Erfahrungen sammeln.
Seit 2001 führe ich einen eigenen Laden in der Zürcher Altstadt; hier verkaufe ich Stücke aus unserer
gemeinsamen Kollektion, dazu entwerfe und produziere ich spezielle T-Shirts: Tricot in Streifen,
mit Blumen oder uni kombiniere ich mal bunt, mal etwas zurückhaltender. Mit Tricot-Stoffen und ihrer
Verarbeitung möchte ich auch weiterhin experimentieren. In meinen Kleidern sollen sich Frauen
wohlfühlen. Schöne Materialien, Farben und Dessins, auch in gewagten Kombinationen, sollen etwas
Harmonisches und Individuelles vermitteln.
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